Umweltnachrichten aus der Region Peninsula Nicoya mit Kunst, Kultur, Projekten, Veranstaltungen, Umwelt, Tourismus, Informationen und Neuigkeiten aus Costa Rica, Guanacaste.
Artenvielfalt nimmt rapide ab (2010-27-10)
Nach einer aktuellen, im Oktober veröffentlichten Studie der California Academy of Sciences sind 20% der Wirbeltierarten vom Aussterben bedroht. Somit nimmt die Artenvielfalt rapide ab.
Unter Leitung des IUCN (internationalen Naturschutzunion) Experten Michael Hoffmann wurden aktuelle Umweltstudien verglichen und Untersuchungen zur Biodiversität gemacht, welche dieses erschreckenden Ergebnis brachten.
Welche Tierarten gefährdet sind, kann man auf der roten Liste der IUCN nachlesen.
Sterben bestimmte Tierarten aus, kann das zu fatalen Kettenreaktionen in den Ökosystemen führen.
Es ist ein natürlicher Vorgang, dass manche Arten sterben, dafür aber neue wieder entstehen.
Jedoch ist, der Studie zu folge, in den letzten 40 Jahren die Aussterberate auf das 20- bis 30-fache des normalen Werts gestiegen.
Als Ursachen dafür, werden übermässiger Jagd und Fischfang, aber auch das Einschränken der Lebensräume für die Tiere angegeben.
Jedoch zeigen auch aktuelle Berechnungen der Forscher, dass Naturschutzmassnahmen durchaus sinnvoll und erfolgreich sein können.
Wenn es nicht in den letzten 40 Jahren Naturschutzprojekte gegeben hätte, wäre der Rückgang der Artenvielfalt um 20% schlimmer.
Der Status von 64 Tierarten habe sich laut Forschern verbessert.
Zusätzlich gibt es Spezien, die in freier Wildbahn bereits ausgestorben waren und erfolgreich wieder eingeführt wurden, wie z.B. der kalifornische Kondor in den USA oder das Wildpferd in der Mongolei.
Diese Studie liefert somit klare Forderungen an den momentan stattfindenden UNO-Naturschutzgipfel im japanischen Nagoya ab. Ob diese Forderungen ernst genommen werden, ist jedoch fraglich, was ähnliche Fälle aus der Vergangenheit zeigen.
25% der Fläche Costa Ricas stehen unter Naturschutz. Somit stellt dieses Land ein grosses Vorbild zum Schutz der Artenvielfalt dar.
Natur international:
Die größte Ölkatastrophe in der Geschichte der Menschheit
Über 50 Millionen Liter sind ausgeflossen, die größte Ölkatastrophe in der Geschichte der USA. Über 160 km Küstenlinie sind vom Öl verseucht. Wissenschaftler haben neue riesige Öl-Wolken unter der Meeresoberfläche treibend geortet.
Immer mehr Meereslebewesen, wie Pelikane, Delfine und Meeresschildkröten werden tot an den Küsten des Golfs von Mexiko angeschwemmt. Viele Seevögel verenden kläglich. Tausende von Meeresküstenbewohnern von Louisiana, Mississippi, Florida und Alabama atmen giftige Dämpfe ein.
Ozeanographen haben uns gemeldet, dass Chemikalien und Öl vom Golfstrom erfasst wurden.
Der größte Teil des Öls treibt unter der Oberfläche und verändert immer mehr das gesamte Ökosystem des Golfs von Mexiko.
Der Experte hegt keinen Zweifel daran, dass der Ölteppich im Golf von Mexiko noch vorhanden sein wird, während die Hurrikansaison bereits im Gange ist. Besonders gefährlich gelten die Sturmfluten, die im Zusammenhang mit den Wirbelstürmen auftreten können. Das könnte bedeuten, dass Öl noch weiter landwärts getrieben wird.
Ökologischer Kaffeeanbau in Santa Elena, im Canton von Nicoya
Walter Zeledon Agüero ist einer der kleinen Kaffeebauer in Santa Elena, zwischen Nicoya und Hojancha, die darauf achten, dass ihr Kaffee möglichst natürlich gedeiht und produziert wird. Nur einmal im Jahr benutzt er Herbizide um seinen Kaffee vor Schädlingen zu schützen. Ansonsten versucht er mit natürlichen Maßnahmen diesen Schutz zu gewährleisten. Zum Beispiel pflanzt er zwischen den Kaffeesträuchern bestimmte Sträucher und Baume, die die Insekten davon abhalten sollen den Kaffee anzugreifen. In wunderschöner Lage gedeiht sein Naturkaffee an mehreren Hängen und man merkt Walter an, dass er mit dem Herzen dabei ist. Die Kaffeebauern haben sich zusammengeschlossen in örtlichen Kooperativen, die regelmäßig Rechenschaft über Produktion und Behandlung des Kaffees anfordert und so eine gute Qualität des Kaffees erzeugen will.
Gesundheitsrisiken durch den Klimawandel
Vor kurzem haben Mediziner erneut vor Hungersnöten und Krankheiten, bedingt durch den Klimawandel, gewarnt.
Hungersnöte, neuartige Infektionsmuster und tropische Krankheiten sind nach Überzeugung von britischen Ärzten die größte globale Gefahr des Jahrhunderts in bislang gemäßigten Klimazonen.
Für den Mediziner Anthony Castello sind schmelzende Gletscher, sterbende Korallen und versauernde Meere nur ein Teil des Problems, da der Klimawandel Milliarden Menschen in naher Zukunft mit Gesundheitsproblemen betreffen wird.
Gerade Mediziner sollten bei diesem Thema stärker eingreifen. Auch Gesundheitsverbände haben sich zu spät an dieser Diskussion beteiligt, meint der Gesundheitsexperte.
Die Schweinegrippe ist ein weiteres Phänomen für die Veränderung, bei dem zum ersten Mal der Virus von Mensch zu Mensch übertragen wurde. Weltweit haben sich mehr als 165.000 Menschen mit dem H1N1-Virus infiziert. Mehr als 80 der rund hundert Todesopfer kamen aus Mexiko, dem Ausgangsland der Erkrankungswelle.
In den USA sind nach amtlichen Angaben vom 05.August mehr als 44.000 Menschen vom H1N1 Virus betroffen. In Costa Rica sind es inzwischen mehr als 738 bestätigte Fälle.
Weltweit und sogar auch in Europa treten immer mehr Tornados mit ihrem großen Zerstörungspotential auf. Innerhalb kürzester Zeit entstehen sie und erfassen ganze Ortschaften. Sie hinterlassen ein Bild der Verwüstung.
Von einem Forscherteam wurde nun in der Medizinzeitschrift The Lancet eine Studie veröffentlicht welche, die Situation der Umwelt aktuell beschreibt.
Klimawandel erreicht auch Costa Rica
Das Klima an der Pazifikküste in Costa Rica ist geteilt in 2 Jahreszeiten. Der Verano, von Dezember bis Mai wird auch als Trockenzeit bezeichnet, und der Invierno, von Ende Mai bis Ende November, der auch als Regenzeit bezeichnet wird. Der zutreffende Begriff ist die grüne Zeit, nicht nur weil sich beim Begriff Regenzeit bei so manchen die Nackenhaare kräuseln, sondern weil es in der Regel und im Schnitt ja nicht mehr als 1-2 Stunden am Tag regnet.
Das Wetter ändert sich weltweit und auch in Costa Rica haben wir in den letzten Jahren stundenweisen Regen in der Trockenzeit, der hier sehr hilfreich ist für die Vegetation, Landwirtschaft und die gesamte Natur. Negativ wirken sich die Erhitzung der Ozeane und die extremen Wettersituationen aus. Tote Tiere im Meer durch Algenbildung und die zunehmenden Hurrikans und tropischen Stürme. Das Nationale Meteorologische Institut (IMN) sagt für die kommende Saison 15 Stürme voraus, 8 koennten Hurrikans werden. Das El Nino Phänomen lässt grüssen.
VIPs in Guanacaste
Zuerst kamen Hollywood-Größen wie Elisabeth Taylor nach Guanacaste um Urlaub zu machen, jetzt investieren Steffi Graf und Andre Agassi hier in ein Hotelprojekt von US-Multimillionär Steve Case. Paris Hilton wird mit Besitzanteilen am Four Seasons Hotel im Golfo de Papagayo in Verbindung gebracht, die Hilton Hotels haben jetzt einen Franchising-Vertrag für Hilton Garden Inn in Mittelamerika unterschrieben und nachdem nun Michael Owen in Nosara und Hollywood-Filmdirektor Mel Gibson in der Nähe von Sámara Grundstücke gekauft haben, scheinen immer mehr Prominente nach Guanacaste zu kommen.
Brad Pitt verweilte mit seiner Familie über Weihnachten im Four Seasons Hotel und vor einigen Tagen kam auch der Prinz von Saudiarabien zu Besuch nach Mittelamerika. Prinz Al-Waleed bin Talal hat verkündet noch sechs weitere Hotels in Costa Rica errichten zu wollen. In einem Treffen mit Costa Ricas Präsident Oscar Arais Sanchez und dessen Baubeauftragten äußerte Al-Waleed, dass er plane, zwei der Hotels im Golfo de Papagayo, Guanacaste zu bauen, wo sich auch schon ein Luxushotel der Kette Four Seasons befindet. Als Grund für seine Pläne nannte er die hohe touristische Entwicklung und die politische und wirtschaftliche Stabilität Costa Ricas.
Während seines Aufenthaltes in Mittelamerika mietete der vielfache Millionär 48 Zimmer im Four Seasons Hotel in Liberia.
Probleme mit der Abfallentsorgung in Guanacaste
Die Entsorgungsproblematik ist nicht wirklich neu und eigentlich auch den zuständigen Behörden bestens bekannt. Während in den Ballungszentren schon zumindest Mülldeponien existieren, gibt es in Guanacaste immer noch ganze Ortschaften die überhaupt nicht an ein Entsorgungssystem angeschlossen sind. Hier wird der Müll noch in Gruben geschüttet und einfach verbrannt.
Geschäftsleute und Einwohner von Nosara haben sich nun zusammengetan, um größeren Druck auf die zuständigen Behörden ausüben zu können. In Santa Cruz, Guanacaste, besteht, wie die ¨La Nacion¨ bereits am 12. April 2007 meldete, ein Mangel an Lastwagen, die den Müll abtransportieren können. Wenn Costa Rica sich weiterhin als Umweltland Nummer eins bezeichnen will, sollte es anfangen sich mehr um diese Zivilisationsprobleme zu kümmern. Ein anderes großes Problem sind die Löcher und der Staub in den Straßen die die Bewohner und die Touristen vorfinden. Die Bewohner in der Landstraße zwischen Sámara und Nosara reklamieren diese Situation und fordern die Behörden auf, die Situation zu verbessern.
Schildkröten- Tag
Am 03-02-2007 fand zum zweiten Mal der Schildkrötentag auf der Alegria am Playa Buena Vista statt. Während am Nachmittag zahlreiche Familien und Kinder die Vielzahl von Aktionen und Veranstaltungen genossen, wurde den abendlichen Besuchern ein musikalisches Highlight der Extraklasse geboten. Mitglieder der Gruppen Mal Pais und Gandhi sorgten in einer Jam Session für eine angenehme, anregende Stimmung.
Die Versteigerung der Kunstobjekte, national und international bekannter Künstler, brachte insgesamt 600 $, die dem Campleiter übergeben wurden. Mit diesem Geld wird das Schildkrötencamp nun mit einer Wasserleitung versehen werden.
Mit mehr als 400 Gästen kann diese Veranstaltung als voller Erfolg verbucht werden und die Veranstalter planen eine Fortsetzung im Dezember 2007.
Wer sich engagieren und als freiwilliger Volunteer in anerkannten Umweltprojekten, wie für den Schutz der Meeresschildkröten mitarbeiten will, kann die Vermittlungsagentur für Freiwilligenarbeit
kontaktieren.